Naturnaher SpielraumFür ein gesundes Heranwachsen des Kindes sind Bewegung in und der Umgang mit der Natur, wertvolle Erfahrungsfelder, sowie elementare Grundlagen der Entwicklung. Kindliche Lebens- und Aktionsfreiräume werden durch hohes Verkehrsaufkommen und Bebauung immer stärker eingeschränkt. Folgen: Motorische Defizite, Haltungsschäden, Konzentrations- und Koordinationsstörungen, zunehmende Aggressivität Deshalb haben wir uns dazu entschieden, unser Außenspielgelände in Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro STADT + NATUR Spielraumplanung Objekt - und Landschaftsplanung naturnah umzugestalten. - Sinnes - Erfahrungen bieten Durch eine abwechslungsreiche, natürlich gestaltete Geländestruktur, die Verwendung verschiedenster Gestaltungsmaterialien, einer reichhaltigen Vegetation und einige Sinnes - Erfahrungsangebote z.B. Barfusspfad, sollen die elementaren Gleichgewichts- und Bewegungssinne, aber auch die Sinne, Hören, Sehen, Fühlen, Schmecken und Riechen, vielfältige Anregungen erhalten. - Erde, Wasser, Feuer, Luft spielerisch erleben - Eine kindgerechte Atmosphäre schaffen Im Vordergrund stehen hier nicht das Spielgerät, sondern verschiedene Spielräume, die geschaffen werden sollen. Der Spielplatz sollte zu den verschiedenen Aktivitäten animieren und dazu einladen sich durch das Gelände „hindurchzuspielen“. - Sozialverhalten und Kommunikation fördern Durch die Spielräume die geschaffen werden, haben die Kinder mehr Möglichkeiten sich zurück zu ziehen, so dass ein „unbeobachtetes“ viel intensiveres Spiel miteinander entsteht. - Überschaubare Risiken und Gefahren zulassen Um die eigenen Fähigkeiten und Grenzen kennen zulernen, müssen Kinder mit allen Sinnen spielen. Dies bedeutet den Einsatz von Körper, Geist und Seele. Altersunabhängig erfahren Kinder im Spiel Selbstbestätigung (Gelingen), Fremdbestätigung (Lob, Anerkennung), Selbsteinschätzung (Erfahrung eigener Grenzen) und Abgrenzung durch andere (verlieren im Wettkampf). Spielbereiche sollten Freude am Abenteuer wecken und einen Sinn für Gefahren vermitteln. So können sich Kinder auf Situationen, denen sie im Alltag begegnen besser vorbereiten. In Freiräumen mit kalkulierbaren Risiken können Kinder aus ihren eigenen Erfahrungen am besten lernen. In der Vergangenheit wurden aus falsch verstandenem Sicherheitsdenken risikoarme, statische Spielräume gebaut. Diese Spielräume wiesen nicht nur Mangel an Bewegungsmöglichkeiten auf, sondern verhinderten auch den in der Erziehung nötigen Umgang mit Risiken. ______________________________________________________ Für die Gestaltung der Außenspielräume bietet es sich an, zunächst vorhandene Elemente zu nutzen. z.B. Baumstämme Bäume laden zum klettern, Erdhügel, Kriechtunnel, Aufschüttungen, Mulden und Gräben machen das Freigelände zu einer Bewegungslandschaft, die viele Herausforderungen enthält und auffordert zu toben, zu rennen, zu springen, zu rollen, sich mit allen Sinnen zu betätigen. Eine Wasserquelle verbunden mit einem Sandplatz lädt zum matschen und bauen ein. Durch unterschiedliche Naturmaterialien wie Steine, Baumstämme, Rindenmulch, Sand wird die Sinneswahrnehmung aktiviert. Durch die Pflanzung von Büschen und Weidetunnel ergeben sich Kriech- und Versteckmöglichkeiten.
Wir haben uns für eine Geländemodelierung mit verschiedenm Bodenmaterial entschieden.
Spielgeräte: Holzspielhäuschen, Kletterdreieck Hier finden Sie Informationen zur Elternaktion vom 01.04.2006. | ||||